[Rezension] "Stigmata: Nichts bleibt verborgen" - Beatrix Gurian



Autor: Beatrix Gurian
Verlag: Arena
Seitenzahl: 384
Alter ab: 14 Jahre
Format: Gebundene Ausgabe
Preis: 16,99€
ISBN: 978-3-401-06999-9
Erscheinungsdatum: 01.06.2014

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Inhalt
"Kurz nach dem Tod ihrer Mutter erhält Emma von einem unbekannten Absender eine alte Schwarz-Weiß-Fotografie, die ein Kleinkind zeigt. Dem Foto beigefügt ist die rätselhafte Aufforderung, die Mörder ihrer Mutter zu suchen. Angeblich soll Emma die Täter in einem Jugendcamp finden, das in einem abgelegenen Schloss in den Bergen stattfindet. Dort stößt sie immer wieder auf unheimliche Fotografien aus der Vergangenheit des Schlosses. Und auch in der Gegenwart häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle …"

"Stigmata - Nichts bleibt verborgen" war wieder einmal eines der Schmuckstücke, das ich durch mein großes Gewinnpaket des lovelybooks-Gewinnspiels erbeutet habe.
Nicht, dass dieses Buch nicht auch schon seit seinem Erscheinen einen führenden Platz auf meiner Wunschliste gehabt hätte! Allein schon das schwarz-grüne Cover mit seiner funkelnden Silberfolie zieht den Blick auf sich, aber auch die wunderschön verzierten, zweifarbigen bedruckten Seiten machen "Stigmata" zu einem besonderen Hingucker im Buchregal.

Zusammen mit ihrem Mann, dem Fotograf und Illustrator Erol Gurian, hat die Autorin ein optisch ansprechendes, sowie inhaltlich absolut fesselndes Buch geschaffen, das dem Leser einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagt. Vorallem die zahlreichen Fotos sorgen für eine gruselige Stimmung und schaffen eine außergewöhnlich beunruhigende Atmosphäre.



Nach dem Tod ihrer Mutter ist Emma am Boden zerstört. Nur wenige Monate später erhält sie einen merkwürdigen Brief, der sie dazu aufruft, nach den Mördern ihrer Mutter zu suchen. Der Besuch eines Elite-Jugendcamps in einem heruntergekommenen Jagdschloss soll sie dabei auf die richtige Spur bringen. Dort angekommen erscheinen allerdings nicht nur die Betreuer mehr als mysteriös, sondern auch die Aufgaben, die sie und die anderen Teilnehmer erwarten, sind alles andere als harmlos. Immer wieder fallen ihr seltsame Fotografien in die Hände und schnell findet Emma heraus, dass sie niemandem trauen kann und nichts so ist, wie es scheint.

Hier der Buchtrailer zu "Stigmata"





Ich wurde von "Stigmata: Nichts bleibt verborgen" tatsächlich positiv überrascht! Klar, das Cover hatte mich natürlich schon in seinen Bann gezogen und auch der Trailer versprach einen atmosphärischen Jugendthriller. Aber mal ehrlich: Sind nicht viele Jugendbücher dieser Altersklasse (ab 14 Jahren) oft ein wenig vorhersehbar? Wenn man allerdings der Autorin etwas nicht nachsagen kann, dann ist es genau das. Vorhersehbar ist in diesem Buch nämlich überhaupt nichts!

Zu Beginn der Geschichte hatte ich zwar ein paar Schwierigkeiten dabei zu erkennen, in welche Richtung die Handlung nun eigentlich geht. Der Leser erlebt das Geschehen aus verschiedenen zeitlichen Ebenen und Blickwinkeln. Zum Einen ist dies die Gegenwart. Sie zeigt die junge Emma, die, mithilfe verschiedener geheimnisvoller Hinweise, den Tod ihrer Mutter aufzuklären versucht. Zum Anderen streut die Autorin aber auch immer wieder kurze Kapitel ein, in der wir Emmas Mutter Agnes in jungen Jahren kennenlernen. Ein weiterer zeitlicher Sprung versetzt den Leser in die Zeit kurz nach dem Tod von Emmas Mutter.


Besonders gefallen haben mir die Bibelverse am Anfang der Kapitel, die von diesen Geschehnissen erzählen.

Das Zusammenspiel dieser verschiedenen Eindrücke erzeugt eine düstere und bedrohliche Kulisse. Wer hat Emma in das Jagdschloss gelockt? Welches Geheimnis birgt die Vergangenheit ihrer Mutter? Und aus welchem Grund sind all die anderen Jugendlichen im Camp? Diese Fragen werden langsam, nach und nach beantwortet und die zahlreichen Plot-Twists und Wendungen bringen stetig neuen Schwung in die Geschichte, die schließlich in einem rasanten Finale gipfelt.



Die zahlreichen, schaurigen Fotografien, die düstere Stimmung, die sich über die Handlung legt und die spannende Geschichte um ein schreckliches Verbrechen ziehen den Leser sofort in ihren Bann! Der intensive Schreibstil, die wechselnden Perspektiven und die Bibelzitate, die im Buch auftauchen schaffen zudem eine außergewöhnlich unheimliche Atmosphäre.



Leider erschienen mir zeitweise einige Handlungen der Protagonisten nicht ganz logisch. Dies waren allerdings oft nur kleine Ungereimtheiten, wie beispielsweise die Tatsache, dass keiner der Teilnehmer des Jugendcamps so recht hinterfragt hat, weshalb sie eigentlich für das Camp auserwählt wurden oder wieso ihre Betreuer sie so leichtfertig die bizarrsten Aufgaben bewältigen lassen. Da diese Hintergründe allerdings am Ende zum Teil aufgedeckt werden, rechne ich dies ledliglich als kleinen Minuspunkt an.



"Stigmata" ist ein spannendes, absolut lesenswertes Jugendbuch, das mit unvorhersehbaren Wendungen und einer düsteren, beklemmenden Atmosphäre auch über kleinere Logikfehler hinwegsehen lässt. Dem Leser wird eine gute Mischung aus Nervenkitzel, Action, aber auch eine interessante Story mit viel Tiefgang - was zum großen Teil an den religiösen Aspekten und der Thematisierung von Stigmata liegt - geboten. Ein toller Einzelband und sicherlich nicht mein letztes Buch von Beatrix Gurian!


4 von 5 Schmökerchen




Hast Du "Stigmata: Nichts bleibt verborgen" schon gelesen? Wie haben Dir das Thema der Stigmata und die  Story gefallen?


Alles Liebe ❤,


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